Ernährungsberatung

Susanne Wianke
Fachberaterin für Haustierernährung
Ortnitstrasse 90
13088 Berlin Malchow

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Kriterien zur Auswahl des richtigen Fertigfutters

Billiges Futter kann nur aus noch billigeren „Zutaten“ gemacht werden. Diese Zutaten bestehen hauptsächlich aus Mineralien, die für den Menschen bedenklich, nicht geeignet oder sogar verboten sind. Eine Vielzahl der zusätzlich hinzugefügten Vitamine oder Zusatzstoffe sind lediglich zur Konservierung gedacht.

Antioxidantien (dienen zur Konservierung) sollen eine Reaktion mit Sauerstoff verhindern (Oxidation). Eine hohe Anzahl von Zusätzen weist also auf Minderwertigkeit und hohe Keimbelastung der Rohstoffe hin. Minderwertige Rohstoffe haben auch nur ein Minimum an verwertbaren Nährstoffen und führen somit zu einer wesentlichen Mehraufnahme an Nahrung.

Der Hund hat also einen größeren Appetit, weil die aufgenommene Nahrung zu wenig Energie liefert, und nicht weil sie ihm besser schmeckt!

Die Inhaltsangabe sollte also klar definierbare Zutaten und ein Minimum an Zusatzstoffen aufweisen. Vitamine, Mineralien und Spurenelemente sollten nur in einer Analyse zu finden sein.

Teures Futter ist keineswegs auch gleichzeitig gutes Futter, es gibt große Unterschiede!

 

Kriterien zur Zusammenstellung frischer Nahrung

Es gehört nicht viel dazu, einem Hund sein Futter selbst zuzubereiten. Ist der Hund gesund und soll es auch bleiben, dann beachten Sie bitte, das Fleisch am besten roh gefüttert wird.

Durchgelassenes (d.h. durch den Wolf gedrehtes) Fleisch gibt seine Nährstoffe besser ab als ganze Stücke bzw. Brocken!

Für sämtliche Zutaten muss man die Lagerbedingungen beachten!

Schwein gehört nicht auf den Speiseplan, auch nicht sonst wie behandelt oder gekocht!

Knochen dürfen nur unter Aufsicht gefressen werden; und nur wenige (wie z.B. Sand- und Suppenknochen) eignen sich wirklich für den Hund!

Getreide, Früchte sowie andere pflanzliche Nahrung, bzw. deren Proteine und Nährstoffe müssen durch kochen, dämpfen oder andere Möglichkeiten für die hundliche Verdauung verwertbar gemacht werden!

Nicht alles, was dem Allesfresser Mensch schmeckt, ist für den Fleischfresser Hund bestimmt!

 

Das große Mysterium der Mineralstoffe, Spurenelemente und Vitamine

Um den reibungslosen Ablauf aller Körperfunktionen im menschlichen und tierischen Organismus zu gewährleisten, bedarf es eines exakt ausgeglichenes Verhältnisses und Zusammenspiels von Mineralstoffen, Vitaminen und Spurenelementen.

Bei den wichtigsten Minerealstoffen im Bereich der Hundenahrung handelt es sich um Calcium und Phosphor.

Der Körper benötigt Calcium bei der Muskelarbeit, im Nervensystem und beim Aufbau des Skelettes. Entsprechend wirkt sich ein Mangel direkt auf diese Teile aus. Phosphor wird ebenfalls für dortige Abläufe benötigt und wird in der inneren Atmung, dem Stoffwechsel in der Zelle, benötigt.

Sicher ist nicht von der Hand zu weisen, dass wie bei der Kindesernährung auch bei der Ernährung und Aufzucht von Welpen der beste Rat ist, auf Ausgewogenheit der Nahrung des Speiseplans zu achten.

Die Futterindustrie begeht in diesem Bereich den bösen Fehler, dass sie, um eventuellen Mangelerscheinungen vorzubeugen, Phosphor-Kalziumpräparate in unterschiedlichsten Formen ihrem Futter zumischt, ohne aber das schon vorhandene Gemisch dieser Mineralstoffe in ihr Mischungsverhältnis einzubeziehen.

Die Hunde werden dadurch oft mit Calcium überfüttert. Bei einer Universitätsstudie konnte nachgewiesen werden, dass eine Überdosierung von Calcium und ein Missverhältnis zwischen Phosphor und Calcium zu nachteiligen Veränderungen am Knochenaufbau des Hundes führt.

 

Die Wahrheit rund um Hund und sein Futter - bodenlose Abgründe

War (und ist) der Wolf ein Fleischfresser, entwickelte sich der Hund zu einem Allesfresser und Aasfresser. Verendete ein Tiere in der menschlichen Tierhaltung und war es nicht mehr zum eigenen Verzehr geeignet, warf  man das tote Kalb, das verendete Ferkel oder die Reste, die ein nächtlicher Besuch eines Marders oder Fuchses im Hühnerstall hinterlassen hatte, den Hunden vor. Während der Hund sich weiter teilweise zum Jagdhund entwickelte, fielen ihm nach der Jagd die für den Menschen unbrauchbaren Innereien und Knochen zu.

Hatte sich der Hund in tausenden Jahren prächtig entwickelt, wurde ihm nun Fertigfutter vorgesetzt, das in seiner Zusammensetzung alles, was der Hund zuvor an Abfall und Essensresten zu fressen bekommen hatte, in den Schatten stellt. Durch synthetische Stoffe wie Appetitanreger, Lock- und Suchtstoffe wird der Hund dazu motiviert, dieses künstliche Gemisch mit Heißhunger zu verzehren. Der Hund weiß nichts von der Zusammensetzung seines Futters und muss fressen, was ihm sein Herrchen oder Frauchen vorsetzt, die meist selbst in vollkommener Unwissenheit und Vertrauen auf die Werbung handeln. Wer würde seinem Hund wissentlich ein Gemisch aus Abfällen der Pharma-, Kosmetik-, Farb- und Lackindustrie vorsetzen, in dem höchstens Anteile aus Schlachtnebenprodukten (Klauen, Tierzähne, Federn und Fellresten) und Soja enthalten sind?

(Anmerkung des Autors: Das Buch, von Hans-Ulrich Grimm „Katzen würden Mäuse kaufen“, ist jedem zu empfehlen der einmal hinter das sehen möchte, was die Hundeindustrie durch ihre teuren Werbekampagnen vor dem Verbraucher verbergen möchte.)

 

Wurm - Delikatessen

Skandalöse Enthüllungen zweier französischer Veterinäre: In der Büchsennahrung für Hunde und Katzen soll Fleisch enthalten sein, das durch Parasiten, Viren, Zirrhose und viele andere Krankheiten infiziert ist. Haustiere als Opfer von Nahrungsmittelvergiftung?

Und eben, als sie die Ursache vieler Krankheiten, an denen ihre Patienten, Hunde und Katzen litten, suchten, kamen die beiden Ärzte zu besorgniserregenden Erkenntnissen. Nach ihrer Meinung besteht das Fleisch, das in den industriellen Nahrungsmitteln für unsere vierbeinigen Freunde enthalten ist, aus Schlachthausabfällen. Darin sind auch von Parasiten durchsetzte Leber, Lunge, Knorpel, Milz, pulverisierte Knochen und andere Organe kranker Tiere, die im Moment der Schlachtung an Fieber, Abszessen, Viren, Tumoren usw. litten, enthalten. Fleisch, das nicht nur für den menschlichen Konsum verboten ist, sondern auch ein Risiko für die Gesundheit der Haustiere darstellt.

Die Schlachthausabfälle sowie auch die Kadaver der Tiere, die man wegen ihrer schweren Krankheit hatte töten müssen, werden nicht eingeäschert, sondern von Herstellern von Tierbüchsennahrung abgeholt. Diese kochen alles zusammen, entziehen das Wasser und reduzieren das Ganze in Form von „Fleischmehl“, das die Basiskomponente der so geschickt angepriesenen „Leckerbissen“ ist.

Die Büchsennahrung für Tiere, auch wenn sie nicht mit krankem Fleisch zubereitet wurde, wird aus Abfällen und Ausschuß hergestellt: es ist Kehricht, wenn wir nach den Prinzipien derer Herstellung urteilen. Unsere Haustiere, vor allem unsere Hunde und Katzen, erhalten in ihrem Fressnapf eine nicht artgerechte Nahrung - doch alles ist vollkommen legal.

 

Das Fertigfutter und seine Zutaten

Die Zusammensetzung des Futters ist wohl das Wichtigste für die Gesunderhaltung unserer Hausgenossen. Aber wer kann schon von sich behaupten, die ganzen Zutaten und Zusatzstoffe zu kennen, die der Menge nach gelistet irgendwo auf der Verpackung stehen?

Da ist was von pflanzlichen und tierischen Eiweißextrakten, Gemüse oder Getreide geschrieben. EG oder EWG soll hier auf denn Qualitätsstandart hinweisen.

Leider ist es zwar Standart, aber nicht die erforderte Qualität. So wird nach Europäischen Recht Urin, Kot, Federn, Innereien, Hufe, Tierkörperteile usw. zusammengefasst unter der Bezeichnung „tierische Nebenprodukte“. So genannte „EWG-Zusatzstoffe“ sind nichts anderes als Antioxidantien (Tocopherole wie z.B. Vitamin E, Ascorbinsäure wie Vitamin C, Ethoxiquin, BHT E321, BHA E320). Antioxidantien können Krebs und allergische Reaktionen verursachen, leider sind aber die Futtermittelhersteller sogar gezwungen, ihrem gesamten Futtersortiment dies beizumischen, da der Gesetzgeber vorschreibt, wie lange das Futter haltbar sein muss.

Nun, Vitamine sind doch prima! Das Problem ist aber die Dosis. So stieg das Risiko z.B. einer Magendrehung um zweihundert Prozent, wenn mit Antioxidantien konserviert wird, beim Anfeuchten von betroffenen Trockenfutter sogar um dreihundert Prozent!

 

Fleisch

Jeder Hund liebt Fleisch. Ob vom Rind, Lamm oder Huhn, etc., roh oder gekocht. Die Geister scheiden sich was gesund und gut für unseren Hund ist, aber auf Fleisch sollte nicht verzichtet werden. Es gibt nichts, was mehr Mineralien, Vitamine und Spurenelemente enthält als Rindfleisch und Lamm. Huhn und auch Fisch haben hohe, wichtige Proteinanteile, die man dem Hund nicht vorenthalten sollte. Innereien vom Rind werden besonders gern angenommen.

Knochen sind wichtige Utensilien für die Zahnreinigung und Mundhygiene. Hier sollten Sie aber auf Produkte der Industrie zurück greifen, z.B. Kauknochen aus getrockneter Büffelhaut. Insbesondere Hühnchenknochen sind für den Hund sehr gefährlich!

 

Kaufen Sie kein Billigfutter.

Ein hochwertiges Futter muss auch aus hochwertigen Zutaten hergestellt sein, und hochwertige Zutaten haben nun mal ihren Preis. Sie werden vermutlich im Laufe der Zeit viel Geld für Tierarztkosten sparen, denn 80% aller Erkrankungen bei Hund und Katze sind ernährungsbedingt! Schon im Welpenalter sollte der Hund an ein Futter gewöhnt werden, welches ihm schmeckt und auf seine Bedürfnisse abgestimmt ist.

Man muss nicht seinen ganzen Tagesablauf ändern oder seine Ersparnisse opfern, um seinen Hund artgerecht zu ernähren.

Ich helfe ihnen gerne mit einer professionellen Ernährungsberatung gerne durch diesen Futtermitteldschungel hindurch, um das optimale Futter für ihren Hund oder ihre Katze zu finden.

 

Ihre Susanne Mai